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Richtig heizen & lüften
 
Richtig heizen und lüften heißt: gesund, komfortabel und kostengünstig leben!

Ein sparsamer Umgang mit Heizenergie ist ein wirksamer Beitrag zum Umweltschutz. Der in diesem Sinne verantwortungsbewusst handelnde Nutzer von Heizenergie wird für sein ökologisches Verhalten natürlich auch finanziell belohnt, denn mit der verbrauchsabhängigen Heizkostenabrechnung mittels elektronischer Heizkostenverteiler wird für den einzelnen Haushalt ein Anreiz geschaffen, Heizenergie zu sparen und damit die Gesamtrechnung für Gas, Öl, Fernwärme oder sonstige Heizenergie zu senken. Der Einzelne spart bereits, wenn er seine Wohnung weniger stark beheizt, also die Raumtemperaturen reduziert. 

Sehr wichtig für eine Kostensenkung, Gesundheit und Erhaltung der Bausubstanz  ist  aber auch das richtige Lüften in Büro und Wohnung.
Durch richtiges Lüften wird entstehende Feuchtigkeit beseitigt und ein geringer Energieverbrauch erreicht. 

Unser Rat:

  1. Bedienen Sie  Ihre thermostatischen Heizkörperventile sachgerecht. Das sind keine AUF - ZU - Ventile, sondern automatische Regler. Jede durch einen Zahlenwert markierte Stellung des Thermostatkopfes gewährleistet innerhalb geringer Toleranzen eine geregelte, konstante Raumtemperatur. Stellen Sie beim Lüften das Thermostatventil auf Frostschutz (evtl. "Normaleinstellung" mit Filzstift markieren, damit Sie die nach Ende der Lüftung schnell wiederfinden!). 

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  3. Vermeiden Sie überhöhte Raumtemperaturen. Eine um ein Grad höhere Raumtemperatur verursacht etwa 6% Mehrverbrauch an Heizenergie. 

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  5. Stufen Sie die Raumtemperaturen innerhalb der Wohnung bedarfsgerecht ab. Für Räume, in denen man sich für längere Zeit aufhält (Wohnzimmer, Büroräume), wird allgemein eine Raumtemperatur  von gut 20 °C als gesundes Optimum empfohlen. Die richtige Temperatur ist Gewöhnungs- und Empfindungssache. Eine zweckmäßige, der Jahreszeit angepasste Kleidung verbessert das Wohlempfinden und die Behaglichkeit. Für Räume, in denen ausschließlich körperlich gearbeitet wird, reicht  unter Umständen auch eine etwas niedrigere Raumtemperatur.

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  7. In Räumen, die Sie tagsüber längere Zeit nicht nutzen, sollten Sie die Heizkörperthermostate um 3 - 5 °C niedriger einstellen. 

  8. Gleiches gilt, wenn Sie im Büro vor Ende der am Heizkessel oder Heizungsregler einprogrammierten Nutzungszeit Feierabend machen. Ventil aber nicht auf Frostschutz, sondern nur 1-2 Stufen herunterdrehen!
    Eine Totalabschaltung bringt keinen Nutzen, da zu stark ausgekühlte Wände und Möbel beim Wiederaufheizen die Behaglichkeit im Raum beeinträchtigen. 
    Außerdem dauert die Aufheizung der Räume bei korrekt eingestellter Heizungsregelung nach einer Totalabschaltung unter Umständen sehr lange, da zur Verbesserung der Anlagenwirtschaftlichkeit die Vorlauftemperaturen relativ niedrig gewählt werden (weil sonst Leute, die nicht so vernünftig wie Sie sind, im kältesten Winter bei 25°C im kurzärmligen Hemd im Raum sitzen ...).
     
  9. Halten Sie die Türen zu weniger beheizten Räumen stets geschlossen. Die Temperierung dieser Räume ist Aufgabe des im Raum installierten Heizkörpers. Wärmere Luft aus Nachbarräumen trägt zu viel Feuchtigkeit ein, die beim Abkühlen im unbeheizten Raum dann zum Teil als Kondensat ausfällt. Demgegenüber bringt die Lufterwärmung im Raum ein Absenken der relativen Luftfeuchte, das heißt die Wasseraufnahmefähigkeit der Luft wird in diesem Fall vergrößert und die Gefahr feuchter Ecken so vermindert. 

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  11. Verstecken Sie Ihre  Heizkörper nicht hinter Gardinen, Vorhängen, Möbelstücken und Verkleidungen. So behindern Sie nur die Wärmeabgabe der Heizkörper. Durch Wärmestau erhöhen sich die Wärmeverluste nach außen. Bei verbrauchsabhängiger Abrechnung registriert Ihr Heizkostenverteiler sonst einen etwa 10 bis 20% zu hohen Verbrauchsanteil, weil er die verringerte Wärmeabgabe nicht berücksichtigen kann. 

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  13. Rolläden vor den Fenstern kosten Geld, aber sie sparen auch Geld: sie vergrößern das isolierende Luftpolster und verringern dadurch die Wärmeverluste.

  14. Durch schließen der Rolläden während der Nachtstunden können können nach Expertenmeinung bei großen einfachverglasten Fenstern bis zu 15% Heizenergie eingespart werden. Voraussetzung dafür sind ein dichter Rolladen sowie ein wärmegedämmter Rolladenkasten.
    Vorhänge vor den Fenstern bringen zwar wesentlich weniger, eine kleine Ersparnis ist bei konsequentem Zuziehen während der Nachstunden dennoch  durchaus drin. Siehe aber auch Punkt 6 !
     
  15. Unterbinden Sie die Luftzirkulation an den Wänden nicht mehr als unbedingt notwendig! Das ist besonders wichtig an Außenwänden, da anderenfalls Feuchteschäden oder gar Pilzbefall drohen. Möbelstücke sollten deshalb an kritischen Stellen (Außenecken) mindestens 5 cm (besser 10 cm) Abstand zur Wand haben, besonders solche auf geschlossenem Sockel.


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  17. Schenken Sie der Raum- und Wohnungslüftung besonders bei fugendichten Fenstern besondere Aufmerksamkeit: Schimmelpilzgefahr!. 

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  19. Lüften Sie bedarfsgerecht und dennoch energiebewusst. Lüften ist für die Zufuhr frischer Atemluft und für das Abführen der in den Wohnräumen anfallenden Feuchtigkeit erforderlich.  Durch das Lüften werden hygienische Luftverhältnisse aufrechterhalten und Bauschäden durch überhöhte Luftfeuchte vermieden. Der hierfür erforderliche Energieverbrauch ist bei Stoßlüftungen am geringsten. Stoßlüften heißt, dass das Fenster etwa 5 bis 10 Minuten vollständig geöffnet (am besten Durchzug) und dann wieder geschlossen wird. Drehen Sie bei diesem Vorgang Ihr Heizkörperthermostatventil auf Frostschutz! Handeln Sie so, wird Heizenergie nur für das Aufwärmen der eindringenden Außenluft benötigt, da Wände und Möbel in der kurzen Zeit nicht nennenswert auskühlen konnten. Vermeiden Sie Dauerlüftung, etwa durch ständiges Schrägstellen eines Kippfensters. Und denken Sie auch daran, dass Zimmerpflanzen zusätzlich die Luftfeuchtigkeit erhöhen, weil das meiste Gießwasser verdunstet.

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  21. Überprüfen Sie die Heizungsregelung

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    Test:
    An trüben, kühlen Tagen sollte sich  bei voll geöffneten Heizkörper-Thermostatventilen im Wohn- oder Büroraum nach ca. 2 Stunden eine Temperatur von etwa 22°C einstellen. Weicht die Raumtemperatur wesentlich davon ab, notieren Sie die Beobachtungen  zum Wetter (Außentemperatur, Windstärke, Bewölkung) sowie die gemessene Vorlauftemperatur und korrigieren Sie die Heizkennlinie nach Abstimmung mit einem Fachmann.

 
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